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Montag, 21. Mai 2012

Es kribbelt....

Ich gehöre zur Generation Ryan.air. Als ich Mitte 20 war, gab es auf einmal Flüge für 50 DM- unglaublich. oh Mann, das hab ich gut genutzt. Unzählige Male Irland, England, Schottland, Budapest, Rom, Mailand, Nizza- es war phantastisch. Dann fing der Ernst des Lebens an, arbeiten, dazu kam Lernen für das Steuerberater-Examen (2 Jahre lang *würg*) - dann kam auch schon die kleine Prinzessin. Als sie gehen musste, kam erstmal nichts. Vakuum. Leere. Ich war hier und da, Ameland, Texel, Bodensee. Irland nochmal, weil dort Freunde von mir leben. Keinen Antrieb, keine Lust. Aber jetzt, jetzt erwische ich mich, wie ich überlege, vorsichtig Pläne mache...vielleicht Dublin im September mit dem kleinen Prinzen? Nächstes Jahr - ob ich mich da in die USA trauen würde mit ihm? Ich würde soooo gerne, nach 10 Jahren. Wo ist bloß die Zeit geblieben..manchmal habe ich Angst sie läuft mir weg. Es gibt so viele Dinge, die ich dem Prinzen zeigen möchte....wie gesagt, es kribbelt.

Freitag, 18. Mai 2012

Heute vor 10 Jahren: 18.05.2002 -1-

Am 18.05.2002 machte ich mich auf den Weg nach Vancouver, Kanada. Ich wollte dort mehrere Monate bleiben, um ein Praktikum zu machen und zur Schule zu gehen. Da ich es während meines Studiums nicht organisiert bekommen hatte, ein Auslandssemester zu machen, wollte ich dies nun nachholen, bevor ich endgültig anfing zu arbeiten - und damit der "Ernst des Lebens"! Kein Faulenzerstudentenleben mehr ;-)

Ich war ziemlich aufgeregt, war ich doch noch nie SO lange von zuhause fort gewesen. Gleichzeitig freute ich mich wie bolle. Hinzu kam, ich hatte schon vor einiger Zeit in einer Art Tandem-Online-Unterricht Chris aus Seattle kennengelernt, mit dem ich online Englisch, er Deutsch lernte. Seattle ist ja quasi nebenan von Vancouver, und wir wollten uns definitiv treffen.

Die Flüge hatte ich hauptsächlich günstig gebucht, was sich als total bescheuert herausstellte. Denn auf die Art und Weise mußte ich jedes Mal 3x umsteigen und war irgendwie um die 22 Stunden unterwegs. Ich hatte ein Paket gebucht, also eine Gastfamilie, 4 Wochen Schule und die Aussicht auf 4 Wochen Praktikum. Den Rest der Zeit wollte ich irgendwie reisen oder ähnliches. Auf jeden Fall wollte ich dann von Seattle aus nach Hause fliegen.

Meine Gastfamilie erwies sich als der größte Glücksgriff überhaupt.

to be continued