Freitag, 29. Juni 2012

This Moment. #26/12


Nur ein Foto, keine Worte. 
Ein Augenblick, eingefangen in dieser Woche. 
Zum Innehalten, Genießen und Erinnern.










Idee: Soulemama.

Dienstag, 26. Juni 2012

Heuli-Tage.

Muss es auch geben. Ich. Seit gestern Abend, irgendwie. Ich weiß den Trigger, aber dazu kamen dann noch andere Dinge, die mich traurig machen. Heute immer noch, sehr nachdenklich, in mich gekehrt, würd mir am liebsten die Decke über den Kopf ziehen.

Noch besser wäre, wenn ich die Zeit zurück drehen könnte.

Auslöser war ein Post von -schon wieder, werden Sie sagen?- Frau Mutti. Über Ihr Erlebnis in einer alten, leerstehenden amerikanischen Kaserne. Die dazu gelieferten Fotos flashten mich in der Zeit um 15 Jahre zurück, in die Zeit, als mein bester Freund Dirk beim Wachdienst eben solche teilweise riesigen britischen Kasernen in 24h-Schichten bewachte. Oft hab ich ihn besucht, stundenlang, wir tranken Kaffee, stromerten wie die größten Entdecker durch leerstehenden Mannschaftswohnheime oder Offiziershäuser, gingen durch leerstehende Reithallen, Stallungen, Schwimmbäder- es war der helle Wahnsinn. So aufregend. So abenteuerlich. Ich kommentierte bei Frau Mutti, dass manchmal- wenn man die Augen schloss, man sich vorstellen konnte, wie dort das Leben war- und nun? Geisterstadt. Mit meinem anfreunde Dirk verbrachte ich dort Stunden. Wir quatschten so viel, und es war immer lustig und immer spannend. Diejenigen, die im anderen Blog lasen, mögen sich vielleicht erinnern, ich schrieb dort schon einmal über ihn- er ist dieses Jahr bereits 10 Jahre Tod. Ich denke so oft an ihn, er ist so lebendig in meiner Erinnerung, und er fehlt so sehr. Diese Bilder bei Frau Mutti, die haben soviel Erinnerung hochgeholt....es wird für was gut sein. Heute aber, da sitze ich erst mal auf dieser Bank an dieser Stelle, wo er sich das Leben nahm und frage mich wieder einmal, warum. Warum ich nicht da war.

Das der Herzmann immer mehr unter dem Mobbing seines Chefs leidet und sich immer mehr in sich zurück zieht, beobachte ich auch mit Schmerzen inm Bauch.

Das bald der Prinzessinnengeburtstag ist, und das Beste was mit einfällt ist, mich mit der Lieblingsgärtnerin zu verabreden um ein paar bunte, tolle Sachen auf ihrem Grab zu pflanzen, damit ich wenigstens den Vormittag rum kriege ohne ständig zu heulen; das macht mich auch traurig. Sie sollte hier sein, uns morgens voller Geschenke-Vorfreude strahlend begrüssen, so wie kleine 5-Jährige Mädchen das nun mal machen. Ich hätte ihr ein "Ich bin 5!"- T-Shirt angezogen, und sie würde ihre Kerzen auspusten und lachen. Ich kann sie fast hören, manchmal. Was würden wir ihr wohl schenken? Darüber denke ich nicht nach. Ich hätte ihr einen Geburtstagskuchen gebacken, und vielleicht etwas für den Kindergarten zum mitnehmen. Einen Kuchen werde ich nicht backen, der würde mir im Hals stecken bleiben. Dieses Jahr ist der Geburtstag an einem Donnerstag. Sie wurde an einem Donnerstag geboren, und an einem Donnerstag starb sie.

Wie gesagt. Wenn ich doch bloß die Zeit zurück drehen könnte.

Ich könnte sie nicht retten. Aber ich könnte sie nochmal in dem Arm nehmen, feste drücken, sagen das ich sie liebe.

Beide.

Heuli-Geschichten, die das Leben schreibt. 

Freitag, 22. Juni 2012

This Moment. #25/12


Nur ein Foto, keine Worte. 
Ein Augenblick, eingefangen in dieser Woche. 
Zum Innehalten, Genießen und Erinnern.






Idee: Soulemama.

Sonntag, 17. Juni 2012

Bei Dir.

Am Anfang war es sehr schwer, zu Dir zu gehen. Zwischendrin war es der einzig mögliche Zufluchtsort, es war federleicht- und an Tagen wie heute, wenn ich von dem Kindergeburtstags-Frühstück des heute 3-jährigen Patenonkel-Sohn komme, dann komme ich mir vor, als wären die Schuhe mit Schlamm beladen und tonnenschwer.

Gepflanzt war an Deinem Himmelsgeburtstag- in 3 Wochen ist Dein richtiger Geburtstag. Da werd ich noch das eine oder andere Pflänzchen austauschen, damit es bunter wird. Und vielleicht die ursprüngliche Form, das Herz, wieder erkennbar wird.


Samstag, 16. Juni 2012

This Moment. #24/12


Nur ein Foto, keine Worte. 
Ein Augenblick, eingefangen in dieser Woche. 
Zum Innehalten, Genießen und Erinnern.









Idee: Soulemama.

Die Brücke

Es gibt eine Position, die der kleine Prinz und ich sehr lieben. Und er sekündlich einschläft. Ich auch, oft. 
Er liegt zu meiner linken Seite, wir sind uns einander leicht zugewandt, wobei er seine kleinen Füßchen auf meinem Oberschenkel abstützt und seinen Kopf in meiner Armbeuge liegen hat, oder manchmal mit seiner Stirn an meiner Brust ruht. Seinen Bauch hat er dabei an meinen gedrückt, und heute hat er, ganz federleicht aber doch sehr bewusst, seine Hand auf meinem Unterarm gelegt. So haben wir uns also im Arm und so schlafen wir ein. 

Kurz vor dem Einschlafen, da gibt es dieses Gefühl völligen Glücks. Und voller Liebe. Ich habe das Gefühl, das sie in ihn fließt, und ich habe das Gefühl es ist die Liebe zu meinen beiden Kindern, die da fließt. Ich weiß nicht warum, aber ich glaube dass der kleine Prinz eine Art Brücke ist. Er nimmt die Liebe, die wir der kleinen Prinzessin so nicht mehr geben können auf, und sie kann sie empfangen. Ich weiß nicht wieso ich darauf komme, aber ich glaube fest daran. Und ich habe in diesen Momenten einfach nicht mehr das Gefühl, das sie fehlt, das etwas fehlt, weil ich glaube das sie durch ihn da sein kann. Und durch ihn unsere Liebe empfängt, wahrnehmen kann. 

"Siempre en mi" las ich gestern, "Immer in mir". Wie wahr. Wie unglaublich wahr. Meine Kinder werden immer ein Stück von mir sein, und ich werde sie immer in mir tragen, in meinem Herzen, mit meiner ganzen Liebe. 

Mittwoch, 13. Juni 2012

5

Bald würde die kleine Prinzessin 5. Der kleine Mann ist dann 5 Monate alt.

Ich denke oft an Ihren Geburtstag. In den vergangenen Jahren konnte ich diesen Tag nie feiern. Ich habe nie einen Kuchen backen können für sie- und ich kann es auch dieses Jahr nicht. Aber nächstes Jahr ist der kleine Prinz 1,5 Jahre alt...wann wird er fragen? Feiern wir dann diesen Tag ihrer Geburt? Es ist ja ein schöner Tag, und ich bin dann auch nicht traurig- aber feiern kann ich auch nicht für sie.

Der kleine Mann wächst mit der Kenntnis auf, das es da noch jemanden gibt- wir beten jeden Abend und schließen mit der Bitte ab, dass der liebe Gott der kleinen Prinzessin einen Kuß geben möge- weil wir sie so sehr vermissen.

Montag, 11. Juni 2012

Hollunderblütengelee

Heute gemacht! So einfach, so lecker! Die Blüten haben wir im Garten ;-)

Einfach 10 Dolden über Nacht in Apfelsaft ziehen lassen, am nächsten Tag ein bisschen Zitrone dran, das ganze durch ein Sieb schütten und im Kochtopf mit Gelierzucker für Gelee aufkochen und wie auf der Packung beschrieben zubereiten.


Freitag, 8. Juni 2012

This Moment. #23/12


Nur ein Foto, keine Worte. 
Ein Augenblick, eingefangen in dieser Woche. 
Zum Innehalten, Genießen und Erinnern.








Idee: Soulemama.

Den Blog von Frau-Mutti lese ich schon lange, und ich liebe ihn. Letztens las ich dort einen Eintrag, der mir sehr wichtig erscheint, und deswegen möchte ich ihn hier zitieren und festhalten. Ich hoffe dabei keine Urheberrechte zu verletzen, und setze daher das Posting in Anführungszeichen:

31. Mai 2012

wächst man auch irgendwann aus den Fernsehserien heraus? Es gab Zeiten, da konnte ich den Mittwoch kaum abwarten, Meredith und Cristina schienen mir beinahe nah. (Und McDreamy war für mich eher unattraktiv, aber was soll´s.) Danach die wunderschöne Addison in komischen Verwirrungen.
Grey´s Anatomy läuft halt so. Ich vermisse George. Und Izzy. Wegen mir könnte das auch enden.
Und Private Practice? Völlig abgedreht. Und komisch. Die wunderschöne Addison verschwindet unter ihrer kaschierenden Schminke. Und die knallharte Charlotte ist ein langweiliges Lämmchen. Gähn.

Gestern abend aber gab es bei Private Practice ein Szene, die mich auch heute noch nicht losgelassen hat. Ein Junge klaut ein Päckchen Karten. Sein Vater, der bis vor kurzem nicht wusste, dass er der Vater ist und der sich nun mit seinem Kind in der Kennlernphase befindet, beobachtet das und weiß nicht, wie er damit umgehen soll. Er unterhält sich mit seinem Freund und hat die Idee, dass er der Gute sein kann, der Elternteil, der ihn nicht bestraft. Die Mutter sei von Anfang an für das Strafen zuständig gewesen, aber er könne derjenige sein, zu dem der Junge immer kommen könne, egal welchen Mist er gebaut habe, ganz lässig.
Ich dachte … das wäre eigentlich wirklich hübsch. (das musste ich schnell denken, denn in diesen leichten, seichten Serien sind die Menschen ja immer schrecklich schnell und schlagfertig und furchtbar weise)
Der um Rat gefragte Freund sagt: “Das wäre toll, klar könntest du das. Du könntest aber auch ein Vater sein, ein richtiger Vater. Und Tag ein, Tag aus versuchen, dein Kind zu erziehen. Das ist hart.”
Er erklärt, dass ein echter Vater oft nein sagen muss, sich anhören muss, dass er gehasst wird. Er muss Verbote aussprechen, um Werten Nachdruck zu verleihen, die für wichtig erachtet werden. “Es ist die schwerste Sache der Welt.”
Ich saß vor dem Fernseher und habe genickt. Und habe damit bis heute nicht aufgehört. Es ist die schwerste Sache der Welt und irgendwie habe ich mir darüber niemals Gedanken gemacht, bevor ich schwanger wurde. Ich hatte zwar diese Ausbildung, vollgestopft mit Pädagogik und Psychologie, doch meine ersten Gedanken beim positiven Schwangerschaftstest drehten sich eher um “Junge? Mädchen? Ohgottohgottohgott, wird es niedlich sein, werde ich es lieben, werde ich mir meine Figur ruinieren?” (Junge, ja, ja sehr, nur ein bißchen) Ich dachte keine Minute an Verantwortung, Regeln und Erziehung. Ich war ganz Bauch und Zuversicht. Der Kopf schaltete sich erst später dazu.
Früher sprachen der beste Vater meiner Kinder und sein holdes Weib oft über Erziehung. Wir waren uns nicht uneinig, aber genauso rasant wie die Kindelein wuchsen und mobiler wurden, genauso rasch mussten wir unsere Regeln anpassen, erweitern oder eben auch verschärfen. Heute … ist der Erziehungszug irgendwie abgefahren. Was wir den Kindelein bis heute an Werten nicht vermittelt haben, das müssen sie sich vielleicht selbst irgendwann aneignen, wir sind fertig und die Kindelein auch beinahe. Die Grenzen sind jetzt weit gesteckt, Eckpfeiler heute sind lediglich: keine Lügen, an Abmachungen halten, den Job (=Schule) ernstnehmen und so gut wie möglich erledigen. Strafen gibt es keine mehr, aber Diskussionen, manche auch lautstark.
Neulich fragten wir unsere Kindelein, ob wir zu streng mit ihnen gewesen seien, denn rückblickend auf unsere Regeln und Grenzen damals … und der beharrlichen Konsequenz, mit der wir die Einhaltung dieser einforderten, habe ich immer ein bißchen nachträglich Mitleid mit ihnen. “Nö!”, antworteten sie einstimmig und kein bißchen eingeschüchtert, sie hätten nichts vermisst oder sich ungerecht behandelt gefühlt. Und dann wollten sie die Geschichten hören, die es wohl in jeder Familie gibt: “Der Tag, an dem das sechsmonatige Baby aus dem Kinderzimmer verschwand” oder “Als ich meiner Mutter auf den Kopf kackte” oder “Mein erstes sechssilbiges Wort”.
Ja, diese Erziehungssache ist die schwerste Sache der Welt, aber wenn man sich ein bißchen Mühe gibt (und vor Augen hält, dass das kein lebenslänglicher Job ist, sondern sogar einer, der immer leichter wird), dann kommen diese Momente, in denen man sich wohlig grinsend zurücklehnt und sich selbst ein “gut gemacht” auf die Schulter klopft.
Möglicherweise ausgelöst durch eine leichte, seichte Fernsehserie, aber das ist dann auch egal.

Wunderbar, oder nicht? Und vielleicht -hoffentlich- denke ich so in ein paar Jahren auch einmal.

Samstag, 2. Juni 2012

Juni.

Heute ist der 2. Juni, und ich habe mir Gedanken gemacht, was ich diesen Monat vorhabe:

- Erdbeere-Hollunderblüten-Marmelade einkochen. Schlurps.

- meinen Haushaltsplan einhalten, mit der Putzerei steh ich auf Kriegsfuß...

- wieder anfangen, mehr Bilder vom kleinen Prinzen zu machen- auch mal mit der Spiegelreflexkamera!

- Monatsbilder vom Prinzen bearbeiten

- den Laufplan ab Juli vorbereiten

- einmal richtig lecker frühstücken gehen

- den Sommer draußen genießen - hoffentlich! #wetter

-

Was habt Ihr auf der Liste für den Juni?

Freitag, 1. Juni 2012

This Moment. #22/12

Nur ein Foto, keine Worte. 
Ein Augenblick, eingefangen in dieser Woche. 
Zum Innehalten, Genießen und Erinnern.







Idee: Soulemama.